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R(h)eingehäckt – Folge 25

Cybersicherheit und soziale Gerechtigkeit
(mit Sonja Lemke, MdB, Die Linke)

Gemeinsam mit Sonja Lemke (MdB, Die Linke) beleuchten wir in dieser Folge, wie soziale Ungleichheit den Zugang zu Schutz im digitalen Raum prägt – bei Verbraucher:innen ebenso wie bei Unternehmen. Wir sprechen über Vertrauen in digitale Systeme, politische Verantwortung und die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit. Außerdem diskutieren wir die Rolle von Cybersicherheit im Kampf gegen Desinformation und digitale Spaltung.

Ankündigungsgrafik für die sechsundzwanzigste Folge des Podcasts "R(h)eingehäckt" mit Sonja Lemke

Zum Inhalt

Cybersicherheit ist eine soziale Frage
Digitale Teilhabe und Souveränität im Fokus

In Folge 25 unseres Podcasts „R(h)eingehäckt“ analysieren wir einen oft übersehenen Aspekt der digitalen Welt: die soziale Gerechtigkeit.

Gemeinsam mit Sonja Lemke, Abgeordnete der Linken im Bundestag und Informatikerin, diskutieren Fabian Haun und Wolfgang Strasser, warum Cybersicherheit weit mehr ist als nur ein technisches Problem.

Die Experten beleuchten die digitale Kluft in der Gesellschaft. Soziale Benachteiligung führt oft direkt zu einer höheren digitalen Verwundbarkeit. Wer sich keine aktuellen Geräte leisten kann oder keinen Zugang zu entsprechender Bildung hat, nutzt oft veraltete und unsichere Software. Damit wird Cybersicherheit zu einer Frage der sozialen Teilhabe.

Die Diskussion zeigt zudem die riskante Abhängigkeit von globalen Tech-Giganten auf. Am Beispiel von Microsoft Windows verdeutlichen die Gäste, wie gefährlich es ist, wenn kritische staatliche und wirtschaftliche Prozesse auf proprietärer Software basieren. Politische Sanktionen oder Preisdiktate können solche Systeme jederzeit instabil machen. Zudem kritisieren sie die ökologischen Folgen. Die mit jeder neuen Version steigenden Systemanforderungen zwingen Nutzer zum Neukauf von Hardware und verschwenden wertvolle Ressourcen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Spannungsfeld zwischen staatlicher Überwachung und Datenschutz. Sonja Lemke warnt vor einer schleichenden Ausweitung der Überwachungsmechanismen und fordert eine konsequente Datensparsamkeit. Parallel dazu hinterfragen die Experten die Digitalisierung der Verwaltung. Digitale Angebote dürfen persönliche Beratungsstellen nicht ersetzen, sondern müssen diese ergänzen, um niemanden abzuhängen.

Zum Abschluss entwerfen die Gäste eine Vision einer sozial gerechten digitalen Gesellschaft. Sie fordern, digitale Infrastruktur als öffentliches Gut zu behandeln, Open-Source-Lösungen zu fördern und die Diversität in der Technikbranche massiv zu steigern. Nur wenn Technologie für alle zugänglich und transparent bleibt, schafft sie einen echten gesellschaftlichen Mehrwert.

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