Geschäftsprozesse laufen heute fast ausschließlich digital ab. Ohne Informationstechnologie bewegt sich in kaum einem Betrieb etwas. Es besteht eine unübersehbare Abhängigkeit der gesamten Wirtschaft von einer funktionierenden und sicheren IT.
Dabei stellt sich eine zentrale Frage: Wer hat eigentlich die Kontrolle über Ihre IT?
Vermutlich beantworten Sie diese Frage sehr überzeugt mit „wir selbst natürlich“. Es könnte jedoch sein, dass das nicht ganz richtig ist. Die meisten Unternehmen befinden sich heute in einer gefährlichen Abhängigkeit von wenigen großen Technologieanbietern. Doch wahre Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit entstehen nur dort, wo Unternehmen selbstbestimmt handeln können. Das ist der Kern der Digitalen Souveränität.
Was ist digitale Souveränität eigentlich?
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, ihre digitalen Systeme und Daten selbstbestimmt zu kontrollieren und zu nutzen. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihre IT von der Außenwelt isolieren sollen. Es bedeutet auch nicht, auf moderne Cloud-Dienste zu verzichten.
Vielmehr bedeutet es Freiheit. Digitale Souveränität ist die Freiheit, Technologien und Partner so zu wählen, dass keine einseitigen Abhängigkeiten entstehen, die das eigene Handeln einschränken könnten.
Wie die @-yet es ausdrückt: Digitale Souveränität ist das befreiende Wissen, alles im Griff zu haben. Sie müssen die Fäden der eigenen IT-Infrastruktur fest in der Hand halten. Und das muss unabhängig von politischen Einflüssen oder den Geschäftsbedingungen einzelner „Hyperscaler“ sein.
Die drei Säulen digitaler Souveränität
Um maximale digitale Souveränität zu erreichen, müssen Sie in verschiedenen Dimensionen ansetzen.
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Souveränität der Daten: Sie müssen jederzeit wissen, wo Ihre Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und wie sie geschützt sind. Dies umfasst nicht nur den Datenschutz (DSGVO-Konformität), sondern auch die technologische Kontrolle über den Zugriff.
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Souveränität der Technologie: Wenn Sie verstehen, wie die von Ihnen eingesetzten Systeme funktionieren, können Sie zuverlässig Risiken bewerten. Dies schließt die Nutzung offener Standards und Schnittstellen (Open Source) mit ein, um einen „Vendor Lock-in“ zu vermeiden, also die totale Bindung an einen Anbieter.
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Souveränität des Handelns: Souveränität zeigt sich vor allem in der Krise. Anbieter können von heute auf morgen Funktionen ändern oder Dienste abschalten. Können Sie den Betrieb aufrechterhalten, wenn ein Dienstleister ausfällt? Haben Sie Strategien für den Notfall?
Wege zur digitalen Souveränität
Der Weg zur digitalen Souveränität ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Sie erwartet eine strategische Neuausrichtung. Die folgenden Schritte sollen dies verdeutlichen.
Hardware - Das Fundament unter dem Code
Digitale Souveränität wird oft als reines Software-Thema behandelt. Ein Open-Source-Betriebssystem, ein freies Office-Paket und der von der Community entwickelte Browser sind ein guter Anfang. Oft vergessen wird jedoch das Fundament, auf dem all das betrieben wird. Denn die beste Open-Source-Strategie nützt wenig, wenn das physische Fundament zum Flaschenhals oder gar zum Sicherheitsrisiko wird. Echte Handlungsfähigkeit erfordert den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette, von der CPU bis zur Netzwerkkomponente.
EU-Recht als Chance sehen
Digitale Souveränität bedeutet auch, nach eigenen Regeln zu spielen. Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren einen Rechtsrahmen geschaffen, der vielerorts als „überbordende Bürokratie“ und „Innovationsbremse“ gebrandmarkt wird. Tatsächlich bietet das EU-Recht weitaus größere Chancen, als vielen Unternehmen bewusst ist. Denn die EU hat mit neuen Verordnungen einen Rahmen geschaffen, der Unternehmen aktiv dabei hilft, die Kontrolle über ihre Daten von großen Plattform-Betreibern zurückzugewinnen.
Der Faktor Mensch in der Souveränitätsgleichung
Wie bereits erwähnt, wird Digitale Souveränität gerne auf die reine Software reduziert. Und es stimmt: Technik und Recht bilden den Rahmen. Gelebt wird digitale Souveränität jedoch durch die Menschen im Unternehmen. Ein digital souveränes Unternehmen braucht Mitarbeitende, die digitale Werkzeuge nicht nur bedienen können. Sie müssen auch in der Lage sein, deren Funktionsweise und Risiken kritisch hinterfragen können.
Die dafür notwendigen Kompetenzen werden als „Digital Literacy“ bezeichnet. Neben den rein technischen Fähigkeiten umfasst dieser Begriff auch Medienkompetenz, einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten und Informationen und die Fertigkeit, digitale Werkzeuge zur Problemlösung zu nutzen.
Wie die @-yet Sie auf diesem Weg unterstützt
Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für Sicherheit, Vertrauen und Zukunft. Kunden und Geschäftspartner entscheiden sich heute zunehmend für Partner, die sicher und unabhängig agieren. Die Sicherheit von Kundendaten spielt eine große Rolle. Die Zuverlässigkeit von Geschäftspartnern ebenso. Hier kommt die @-yet ins Spiel.
Seit über 20 Jahren ist es unsere Mission, die digitale Widerstandsfähigkeit von Unternehmen zu maximieren. Wir betrachten digitale Souveränität nicht als theoretisches Konzept, sondern als praktisches Werkzeug für Ihren Erfolg. Unsere Unterstützung setzt dabei an entscheidenden Punkten an.
Digitale Souveränität bedeutet Selbstbestimmung
Um ein eventuell vorhandenes Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Digitale Souveränität bedeutet keinesfalls Abschottung und Isolation. In unserer vernetzten Welt ist absolute Autarkie auch so gut wie unmöglich. Und sie ist auch nicht erstrebenswert.
Digitale Souveränität bedeutet, dass Sie die notwendige Freiheit besitzen, um strategische Entscheidungen ohne äußeren Zwang zu treffen. Digital souveräne Unternehmen reduzieren Risiken, sichern Innovationskraft und stärken jeden Tag das Vertrauen in die eigene Marke.
Digital souveräne Unternehmen sind agiler, sicherer und unabhängiger als ihre Mitbewerber. Und die @-yet steht Ihnen auf Ihrem Weg zur digitalen Souveränität als Partner zur Seite. Mit der Erfahrung aus mehr als zwei Jahrzehnten, der Expertise von mehr als 40 Expert:innen und dem Fokus auf Ihre Handlungsfreiheit.
Sind Sie bereit für den nächsten Schritt in Ihre digitale Unabhängigkeit?